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Namibia ( Teil 16)

Durchs wilde NaukluftgebirgeSchier leblose Steinwüste badete im kräftigen Strahl der Sonne. Tief eingeschnittene Flusstäler schlängelten sich staubtrocken zwischen dunkelbraunen Felsrücken dahin. Vereinzelt sammelten Kakteen die letzte Feuchtigkeit in ihren schlanken Stämmen.Zur Mittagsrast steuerten wir Solitaire an. Wir erwarteten einen größeren Ort inmitten der kargen Wüstenei. Solitaire liegt direkt an der Hauptverkehrsstraße in the middle of nowhere. Eine vergammelte Tankstelle mit Handkurbelbetrieb, ein dämmriger Laden mit ein bisschen von allem, ein verrosteter Pick-up ohne Türen erwarteten den erhitzten Reisenden. Wir bekamen auf einem großen Tablett einen ganzen Laib Brot, saftig und mohndurchtränkt, dicke Käsescheiben , eine ganze Tomate und ein halbes Pfund Butter. Wir machten uns die Sandwiches selbst und ergötzten uns an strenggesichtigen Rentnerinnen mit hochgeklappten Sonnengläsern und safarigekleideten Ehemännern, die im Laufe langer Ehejahre sanft und geduckt geworden waren.


Copyright © merry-n 2018
10.4.18 10:37


Im Bahnhof der Erinnerungen

Eine Mauer um mein Herz
den Blick in fremde Räume gerichtet
such ich Vergessen
im Bahnhof der Erinnerungen

Was gestern noch unmöglich schien
ist jetzt geflohne Realität
und pocht
rot kreischend unter meiner Haut


Copyright © merry-n 2018
6.4.18 10:09


Erstes Ahnen

Das erste Grün
filigran in den Himmel getupft,
Kaskaden tropfender Blütenblätter,
ein Hauch von Wärme,
eine Ahnung von Fülle,
ein zitternder Flügelschlag
in Anfang gebettet.


Copyright © merry-n 2018
3.4.18 11:56


Illusionen

Die Schleier fallen
Illusionen
zerbrochene Träume

kein Atem mehr
nur Staunen
über geweitete Grenzen

leere Hände und
ein Blick
ohne Horizont


Copyright © merry-n 2018
30.3.18 17:07


Namibia (Teil 15)

Walfish Bay

Auf dem Weg zum Abendessen nach Walfish Bay passierten wir blondgelockte Dünen, die im Licht der Abendsonne glänzten, ein Restaurant, das aus Eisenbahnwaggons und zwei Zirkuszelten bestand und den boardwalk von Walfish: moderne, weiße Villen. Wir waren wieder im 20. Jahrhundert.
Das Restaurant war sensationell: eine riesige Holzhütte auf Stelzen im Wasser stehend, durch einen langen Holzpier mit dem Festland verbunden. Innen umarmten uns pfirsichfarbene Wände. Der Blick war zum sunset aufs Meer gerichtet, swingige Musik aus den 70ern tröpfelte ins Ohr. Die Sonne versank zwar relativ farb- und reizlos im Meer, dafür unterhielten uns Pelikane und Möven. Die Holzpfähle glommen phosphoreszierend in Grün.
Another beautiful gem in our journey's chain.


Copyright © merry-n 2018
28.3.18 14:08


Allerleirauh

Heute gibt es eine kurze Pause in meinem Reisetagebuch. Gestern hat mich während einem Konzert von Konstantin Wecker die Muse geküsst. Das Gedicht möchte ich euch nicht vorenthalten.

Allerleirauh

Märchen ins Haar geflochten,
Raureif auf der Stirn,
die Zeit tropft in Gläser,
gesprungen von der Kälte,
dehnt sich
mit jedem Tag,
an dem der Frost
die Reifen um die Herzen sprengt,
die Begrenzung von den Augen schmilzt,
bis die Zeit in die gefrosteten Seelen tropft.


Copyright © merry-n 2018
23.3.18 17:26


Swakopmund

(Damit alle den Gag verstehen, muss ich eine kurze Erklärung vorausschicken: das englische toilet wird bei den prüden Amerikanern zum restroom.)

Swakopmund lag flach im Sand, weckte die Sonne wieder auf und duftete nach modriger Weite.
Das Hotel war der ehemalige Hauptbahnhof - Prunk der Gründerzeit mit Casino, Flaggen und weihnachtlich bebirnter Spitzhaube.
C. nun wieder:" Do you have a restroom?"
Der verständnisvolle und hilfsbereite Kellner bot an:" Shall I make a reservation for you?"
C. rettete sich verständnislos und undankbar:" I come back later."
Ich platzte schier verständnisvoll und -los.
Von jetzt an hatten wir nirgends mehr Verständigungsprobleme.
Nach einem genussvollen Bad in Luxus aßen wir Straußencarpaccio und Wüstenkartoffeln.
Swakopmund müsste mal dringend abgestaubt werden. Nach einem kurzen Bad in der Menge sträubte sich das wilde Tier in mir und sehnte sich zurück nach Weite, Ruhe und frischer Luft.
Der Nachmittag wurde den Robben auf Cape Cross gewidmet. Sie stanken schon von weitem bestialisch, ihr Geschrei marterte unseren Gehörsinn, der jämmerliche Anblick toter und sterbender Seehundbabies zerriss unser Herz. Tausende haben sich hier in qualvoller Enge vereint, um Junge zu gebären, zu säugen und neue zu zeugen. Das Elend der Überbevölkerung ließ alle Faszination angesichts der großen, braunen Augen und dem tollpatschigen Gang der Kleinen vergessen.
Wir flüchteten zurück in die zivilisierte Dekadenz.
20.3.18 15:07


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