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Namibia (Teil 22)

Hotel zum Sperrgebiet

Langsam breiteten sich Sicheldünen entlang des Weges aus, um dann einer wilden, rauen Mondlandschaft Platz zu machen.
Nach einem kurzen Abstecher zur " verlassenen Stadt ", einer Stadt, die inzwischen fast komplett unter Sand begraben liegt, ließen wir diese hinter uns und glitten auf geteerter Fahrbahn sanft nach Lüderitz.
Es wehte ein kühler Wind, die Luft war klar, die Farben leuchteten kräftig in der Sonne. Wir suchten das " Hotel zum Sperrgebiet " in der Bismarckstraße, fanden es auch, waren aber sehr erleichtert, dass es das falsche Hotel war. Hier herrschte staubiger Plüsch und Plimm.
Unser "Hotel zum Sperrgebiet " lag hoch über dem Ort, mit einem fantastischen Blick auf den Hafen mit seinem tiefblauen Wasser und den leuchtend bunten Schiffen.
Nach einer kleinen Stärkung erkundeten wir den Ort, was nicht viel Zeit kostete: der Männerturnverein bereitete in der Turnhalle die Sylvesterfeier vor, die Lesehalle verbreitete behäbig Bildung. Schwarze Männer im Blaumann und weißen Gummistiefeln beherrschten das Stadtbild. Die Mädels waren endlos bezopft und etwas breit in den Hüften.

Wir kühlten uns am Pool und genossen die Ruhe in diesem relativ reizlosen Kaff.
Das Sylvestermenü verlief ereignislos und zum ersten Mal seit vielen Jahren verschlief ich den Übergang ins Neue Jahr.
Ein Omen??


Copyright © merry-n 2018
11.5.18 10:32


Namibia (Teil 21)

Durchs wilde Nirgendwo

Die Sonne ging gerade hinter dem flachen Land zartgelb auf, gegenüber wurde ein knallbunter Ballon zum Start aufgeblasen.
Es war kühl und total ruhig in der Lodge.
Mit Lunchpaketen bestückt eilten wir rasant Lüderitz entgegen. Langsam breitete sich Farmland beiderseitig der Straße aus, große Wasserpfützen leuchteten blau in der Sonne, frisches Grün spross allenthalben aus der steinig gelben Erde. Das Land wurde sehr flach und für eine Viertelstunde fast langweilig. Greenhornmäßig erwarteten wir immer noch mehrhäusige Orte, wo nur ein Haus den Ort bildete. Helmeringhausen empfing uns abweisend. Wir begnügten uns mit Tee und Kaffee, die mitgebrachten Lunchpakete machten uns sicher und unabhängig.
Dicke, schwarze Käfer mit einem gelben und einem orangen Streifen auf den schwarz glänzenden Flügeldecken und orangefarbenen Fühlern trudelten surrend von Blüte zu Blüte.
Wir passierten ein fruchtbares Gebiet mit riesigen Tafelbergen, die dunkelrot das Farmland begrenzten. Von Riesenhand hingeworfene Steinhügel waren von anspruchslosen Köcherbäumen bewachsen. Wir suchten lange nach einem Picknickplatz. Aber es war gerade kilometerweit kein Baum, kein Schatten zu sehen. Unter langdornigen Akazienzweigen frühstückten wir in der Mittagshitze, nahmen die dicken Samen als Souvenir mit nach Hause.
Frisch gestärkt gingen wir die zweite Hälfte der Wegstrecke an.
In Aus hofften wir im Bahnhofshotel auf einen kühlenden Salat. Die Hunde stürzten sich auf unsere weggeworfenen Lunchpakete, die Einwohner sahen sehr abgerissen und ärmlich aus. Das Hotel wirkte vorsintflutlich: in der Toilette waren die Wasserhähne eingetrocknet, aber nebenan, im Damenbad, wusch ich mir die Hände in der Badewanne. Bonjour Tristesse!
Wir eilten weiter. Am Ortseingang ergossen sich die bepüdelmützten Reisenden in die Landschaft. Wir eilten noch weiter.
Die Landschaft wurde sanfter und lieblicher. Ein breites Tal floss sanft bergab, hellgrün und gelb. Am Rande schimmerten runde Bergrücken, der Himmel war leuchtend hellblau, eine Herde kleiner Schäfchenwölkchen zog ganz tief über den Horizont. Wildpferde grasten gelassen in endloser Weite.

Garob war ein verlassener Bahnhof mitten in der Prärie, ein rostiger Wassertank wartete noch immer auf zu kühlende Lokomotiven, die Schienen führten ins Unendliche.
Diese Landschaft ist in ihren warmen Pastelltönen eine der schönsten, die ich je gesehen habe.


Copyright © merry-n 2018
8.5.18 15:04


Namibia (Teil 20)

Düne 45

Der Abstieg war ein juchzendes Vergnügen: die Füße glitten tief im weichen Sand abwärts. Die Luft war immer noch erträglich, der Anblick so überwältigend, dass wir auch den zweiten Dünensternenarm noch halb erklommen.
Am Fuße der Düne war der Sand ungewohnt hart. Weißgebrannte Baumleichen reckten ihre verstümmelten Äste in einen dunkelblauen Himmel, kleine, gelbe Blümchen lebten vom Regen, der vor 14 Tagen hier niedergefallen war.
Euphorisch schaukelten wir den Weg zurück zur malerischen Düne 45. Hier war die Luft so klar und trocken, dass sich die Kanten der Düne messerscharf vom Blau abhoben, alles rückte weiter auseinander, die Dreidimensionalität wurde unwirklich plastisch überhöht. Ein knorriger Akazienstamm schaffte einen horizontalen Ausgleich zum geschwungenen Dünengrat. Zwei schwarze Steine erinnerten mich in ihrer schlichten Schönheit an Zengärten. In der Mittagshitze flammte der Sand immer farbenprächtiger.
4.5.18 13:56


Namibia ( Teil 19)

Ausflug in die Wüste

Im Nachtwind flatterte das Zeltdach unruhig.
Am frühen Morgen weckte uns ein wildes Tier mit seinen Rufen.
Die Begeisterung ließ mich leicht aufstehen. Zum ersten Mal waren wir vor der ausgemachten Zeit am Frühstückstisch.
Ich wusste:" Das wird mein Tag!"
Die Luft war noch angenehm kühl, der Sand glänzte sanftgelb im blassen Morgenlicht. Dick eingecremt, behütet und gestiefelt starteten wir in die Wüste.

Zuerst begrenzten noch dunkelrot gewandete Steinrücken unseren Blick, die Sandpiste unter unseren Reifen war noch fest, der Himmel zartblau.
Die ersten Autos kamen uns schon entgegen: die Morgenvögel, die den Sonnenaufgang gefeiert hatten.
Die ersten Sanddünen schwangen ihre orangefarbenen Rücken sanft im kühlen Licht. Orange, gelb und rosa waren die dominierenden Farben. Die Dünen wurden berghoch, begeisterten uns durch ihre Farben und ihre Höhe.
Die letzten Kilometer waren nur noch mit 4-wheel-Antrieb zu bewältigen. Wir klapperten durch weiche Sandrinnen bergauf und bergab. Am Fuße der Soussusvlei- Düne hatte das weiße Salz eine ausgedörrte Kruste gebildet, aufgebrochen in kleinste Risse und Spalten, von Akazien und kleinen, gelben Blumen gesprengt.
Wir begannen den Aufstieg am messerscharfen Grat entlang. N. setzte die Spur, rutschte bei jedem Schritt wieder halb zurück, schaffte unseren Füßen festere Trittstellen. Auf halber Höhe hatte eine Eidechse ihre Spur in den Sand gezeichnet.
Der kühle Wind ließ die Kraft der Sonne nur zaghaft ahnen, die 300 m waren so mühelos zu schaffen.
Auf der Spitze ein überwältigender Blick in salzweiße Täler mit grünen Pflanzenschatten, auf sternförmige Dünenkämme in Orange- und Rottönen. Mit steigender Sonnenkraft wurde das Himmelsblau immer dunkler und kräftiger, die Dünen leuchteten dunkelrosa und orangegelb.
Wir hätten da stehen können bis in alle Ewigkeit: in Farben getaucht, den Blick in Weite und Schönheit badend.


Copyright © merry-n 2018

Das Reisefieber hat mich noch nicht losgelassen, deshalb erscheint der nächste Blogeintrag erst in einer Woche. Behaltet bis dahin einen kühlen Kopf und lasst euch den Wind um die Nase wehen!
27.4.18 11:11


Namibia (Teil 18)

Safari und Abendessen

Um 18.00 Uhr kam unser Jeep: ein Veteran der Straße, asketisch im Komfort aber unüberhörbar mit allen Teilen scheppernd, sobald er in Gang kam. Wir fühlten uns wie Pioniere, gaben die Konversation auf und genossen das Blechkonzert.
Der Canyon eignete sich nur zum mal kurz die Füße vertreten, ein paar Baumgreise boten visuelle Reize, Vögel rasten durch die engen Gänge.
Der Abend hatte einen kühlen Atem. Die Töpfe und Schüsseln auf der zum Abendessen gedeckten Terrasse waren zum Schutz vor dem Sand mit Tüchern abgedeckt. Wir gingen auf Entdeckungsreise und waren fasziniert von der Vielfalt der Speisen. Unser kleiner Kellner zwinkerte uns vergnügt zu, der kleine Koch wirbelte zwischen Straußenbraten und Krokodilfleisch umher. Die Sonne ging leider recht blass zum Schlafen, aber die leuchtenden Sterne entschädigten uns für alles. Sturmlaternen erleuchteten den Raum um uns. Oben begann ein unglaubliches Blinkspektakel: Saturn war bei den ersten, gefolgt von Kapella und dem Gürtel des Orion. Wir hatten unglaubliches Glück: es war der Tag der Tage um Saturn gut zu sehen. Durch ein Teleskop mit 2000 facher Vergrößerung waren sowohl die Ringe als auch sein äußerster Mond Titan zu erkennen.
Die Begeisterung schlug Purzelbäume, als uns der freundliche Herr auch noch Betageuze, Kapella, Sirius und die Plejaden zeigte.
Je dunkler die Nacht wurde, desto heller und näher blinkten die Sterne in einer unglaublichen Anzahl. Uns wurde schier unheimlich bei diesem Anblick: tausende von Sternen sammelten sich, nördliche und südliche Sternzeichen vereinten sich in einem Himmel.
War es hier, wo sich der kleine Prinz von der Schlange beißen ließ?


Copyright © merry-n 2018

Der nächste Blogeintrag erscheint am nächsten Freitag. Der Berg ruft!😀⛰
20.4.18 10:21


Vorbei

Vorbei die Zeit,
als Sonnenglut
noch unsre Haut erwärmte

ein winterkaltes Laken
deckt jetzt unsre
Blöße zu

vorbei die Zeit
der bunten Schmetterlinge,
die wilden Träumen gleich
unsre Gedanken formten

vorbei die Zeit,
als unser Weg
noch lang schien
und verheißungsvoll
uns jede Biegung
neue Möglichkeiten bot

vorbei die Zeit,
als Glut in unsren
Adern schwoll
und nichts unmöglich schien

nur Splitter tränengleich
blinken im Morgentau,
wenn unsre Herzen zittern
vor der Erinnerung

ein Sprung,
so endlos weit,
teilt unser Jetzt

vor dem,
was damals wir
schon mit den Händen
fassen zu können glaubten.


Copyright ©merry-n 2018
17.4.18 14:11


Namibia (Teil 17)

The place of my heart

Langsam wölbten sich die Hügel sanfter, begannen in sanften rot-orange Tönen zu glühen und traten auseinander, um breiten Tälern Platz zu schaffen, die sich in sanften Pastelltönen puderten. Nur noch einsam weideten die Antilopen in respektvoller Ferne.
Inmitten einer gelbsandigen, flachen Ebene grüßte uns von Weitem der hohe Aussichtsturm der Soussusvlei-Karos-Lodge. Ockerfarbene und braunrote Quader sammelten sich in regelmäßigem Rhythmus um den Hauptbereich, dunkelrote Tücher spendeten Schatten, Plastiken aus Stein und Metall, grüne Pflanzen malerisch geordnet begeisterten unser Auge.
Die Bungalows sahen zur Hälfte aus wie Beduinenzelte, luftig und kühl in der Nacht. Der Pool und die Terrasse des Restaurants lenkten den Blick auf die Sandformationen am Horizont. Die Räume waren in sanften Rottönen bemalt und erzählten die Geschichten archaischer Jagdbeschwörungen.
Wir saßen auf schlankbeinigen, lederbespannten Stühlen, genossen die Weite, die zarten Pastelltöne der Dünen am Horizont und die Kühle des Pools.
13.4.18 11:12


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